Ist die Frage «Woher kommst du wirklich?» diskriminierend? Nau.ch befragte SUZ-Migrationssoziologin Dr. Ilona Pap zur Thematik der Herkunftsfrage in Kindergärten.
Eine Kindergärtnerin fragte eine Vierjährige, ob ihr Name albanisch sei. Solche Fragen will deren Mutter «endlich aus dem Vokabular verbannen».
Nau.ch befragte Migrationssoziologin Ilona Pap zur Thematik der Herkunftsfrage in Kindergärten.
Die Onlineplattform NAU.ch griff am 6.7.2025 die Frage auf, ob es in Ordnung sei, ein Kindergarten-Kind nach der Herkunft seines Namens zu fragen.
«Woher der Name?»: Diese Lehrer-Frage könnte «fatale» Folgen haben
Der Auslöser war ein zuvor auf Babanews veröffentlichter Artikel mit dem Titel «Woher kommst du wirklich? Warum diese Frage nicht in die Schule gehört. Und auch sonst nirgends hin»
Die Autorin Albina Muhtari rief darin zur anti-rassistischen Diskussion auf, nachdem ihre Tochter im Kindergarten gefragt wurde, ob ihr Name albanisch sei.
Muhtari beschreibt das Vorgehen der Kindergartenlehrerin als Othering» - einem Prozess, in dem laut Muhtari «Menschen oder Gruppen von Menschen von einer vermeintlichen Mehrheit als «anders» oder «fremd» eingeordnet werden – in Abgrenzung zu einer als «normal» verstandenen «Wir-Identität». Diese «Anderen» werden gesellschaftlich oft negativ bewertet oder abgewertet.»
Kommentare von Dr. Ilona Pap:
«Die Frage nach der Herkunft des Namens kann das Signal senden: ‹Du bist anders›», sagt Pap. Besonders dann, wenn sie sich nur an bestimmte Kinder richte, die aufgrund bestimmter Merkmale hervorgehoben würden. Solche Signale wirken laut Pap nicht nur auf das betroffene Kind, sondern auf die gesamte Klasse. «Sie prägen, was als ‹normal› gilt, und beeinflussen die Identitätsentwicklung aller Kinder im Raum.»
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Vollständigen Artikel und Kommentare von Dr. Ilona Pap hier lesen:
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