Ilona Pap bei Tsüri zu Përparim Avdilis Wahlkampf in Zürich und politische Mobilisierung durch Identität
Im Interview analysiert die SUZ-Soziologin Dr. Ilona Pap den identitätsbasierten Wahlkampf des Zürcher Stadtpräsidiumskandidaten Përparim Avdili. Sie erklärt, warum Avdili seine Herkunft bewusst ins Zentrum rückt, welche Chancen und Risiken damit verbunden sind und wie biografische Merkmale als Orientierungshilfe für Wähler:innen wirken können.
Der Zürcher FDP-Politiker Përparim Avdili setzt im aktuellen Wahlkampf stark auf seine persönliche Biografie – ein Ansatz, der laut Soziologin Dr. Ilona Pap sowohl strategische Vorteile als auch Risiken birgt. Wie sie im Gespräch mit TSÜRI erläutert, kann die bewusste Thematisierung der eigenen Herkunft eine präventive Strategie sein, um Vorurteilen zuvorzukommen, aber auch ein Mittel der Profilbildung, das Nähe, Wiedererkennbarkeit und Authentizität schafft. Gleichzeitig betont Pap, dass biografische Merkmale vor allem dann als Entscheidungshilfe dienen, wenn Wähler:innen über Kandidierende nur wenige Informationen haben. Der identitätsbasierte Wahlkampf könne Vertrauen erzeugen – bleibe jedoch für alle Beteiligten ein Balanceakt.
Das gesamte Interview von Minea Pejakovic mit Dr. Ilona Pap auf Tsüri tsri.ch.
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