Hintergrund und Motivation

Für die Schweiz fehlen (aktuelle) Daten, die eine detaillierte Beschreibung und umfassende Untersuchung der Generationenbeziehungen im Erwachsenenalter erlauben. Wie gut kommen die Generationen miteinander aus? Welche Unterstützung leisten Eltern an ihre erwachsenen Kinder, welche Kinder an ihre Eltern? Wie häufig und weshalb kommt es zu Spannungen oder Konflikten? Unterscheiden sich die Generationenbeziehungen zwischen Arm und Reich, Jung und Alt, Frauen und Männern oder den Landesteilen? Wenn ja, warum? Diese und viele weitere Fragen sollen in diesem Projekt beantwortet werden.

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Drei Schwerpunkte

Das Projekt widmet sich den Beziehungen zwischen erwachsenen Kindern und Eltern. Es beinhaltet drei Schwerpunkte. Erstens wird der Zusammenhalt von erwachsenen Familiengenerationen untersucht. Die Bandbreite reicht von emotionaler Enge über Kontakte bis hin zu diversen Unterstützungen. Zweitens werden etwaige Spannungen, Konflikte und Ambivalenzen, aber auch mögliche Belastungen, Überforderungen, Unzufriedenheiten und Entfremdungen zwischen den Generationen in den Blick genommen. Drittens wird untersucht, wie sich regionale bzw. kantonale Kontexte auf die Generationenbeziehungen auswirken, z.B. die wirtschaftliche Lage, wohlfahrtsstaatliche Regelungen oder kulturelle Besonderheiten.

Drei Befragungsteile

Für das Forschungsprojekt wurde in umfangreicher Vorarbeit ein eigener Fragebogen entwickelt und intensiv getestet. Die Befragung besteht aus drei Teilen. Zunächst werden einige allgemeine Fragen zur Befragungsperson und ihrem Umfeld gestellt. Danach geht es um die Beziehung zur Mutter. Schliesslich werden dieselben Fragen in Hinblick zum Vater gestellt.