Lehre

Frühjahrssemester 2021

Seminar: "Die spinnen, die Römer!" Stereotype, Vorurteile und Diskriminierungen

Das Seminar soll einen Einblick in die sozialwissenschaftliche Forschung zu der Entstehung, dem Erhalt und den Konsequenzen von Stereotypen, Vorurteilen und Diskriminierungen geben. Die Grundlagen hierfür bilden v.a. soziologische und sozialpsychologische Erklärungsansätze und empirische Befunde aus verschiedenen Themenbereichen (u.a. Fremdenfeindlichkeit, Homonegativität, Altersdiskriminierung). Auch die Messung von Einstellungen und Diskriminierungen wird thematisiert. Was sind angemessene Methoden, um (negative) Einstellungen oder manifeste Diskriminierung zu erfassen? Welche Konsequenzen hat die Art der Erfassung auf die Befunde? Dabei wird immer auch thematisiert, wie sich Einstellungen und Handlungen auf gesellschaftlicher Ebene auswirken und somit zur Entstehung oder Aufrechterhaltung sozialer Ungleichheit beitragen.

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Frühjahrssemester 2020

Seminar: Reproduction 2.0: Neuere Reproduktionstechnologien und soziale Ungleichheit

In diesem Seminar werden wir uns mit den (möglichen) gesellschaftlichen Auswirkungen neuerer Fortpflanzungstechnologien (u.a. Keimzellspende, Leihmutterschaft, Präimplantationsdiagnostik) beschäftigen. Oftmals erfolgen diese Prozesse transnational, d.h. nationalstaatliche Grenzen überschreitend, von Personen in ökonomisch schwächeren zu Personen in ökonomisch stärkeren Ländern oder es findet ein Reproduktionstourismus in Länder mit einer weniger restriktiven Gesetzgebung statt. Dabei treten einerseits soziale Ungleichheiten deutlich zutage, andererseits werden ethische Fragen aufgeworfen. Im Seminar sollen zum einen die Entwicklungen von (transnationalen) Reproduktionspraktiken in internationaler Perspektive in den Blick genommen werden. Zum anderen werden die lebensweltlichen Perspektiven der Akteure fokussiert: Welche Gründe hat beispielsweise eine Frau in Indien, das „Kind" eines amerikanischen Paares auszutragen? Welche Auswirkungen haben die (transnationalen) Reproduktionspraktiken auf die Identität der Kinder? Welchen Stellenwert haben die im Prozess Beteiligten im (späteren) Familienleben? Was für gesellschaftliche Konsequenzen ergeben sich aus den transnationalen „familiären" Verflechtungen? Die alltagspraktischen Erfahrungen der Beteiligten sollen jeweils unter ethischen Gesichtspunkten und mit Blick auf die Familien- und soziale Ungleichheitsforschung thematisiert und diskutiert werden.

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Herbstsemester 2019

Seminar: Analytische Soziologie (Vertretung Prof. Jörg Rössel)

Im Seminar sollen zentrale Fragen der gegenwärtigen analytischen Theoriebildung in der Soziologie behandelt werden. Dabei geht es im Kern um die Erarbeitung von Theorieangeboten, die für empirische Arbeiten im Fach Soziologie geeignet sind. Das Seminar soll daher eine Art Workshopcharakter haben, bei welchem auch theoretische Fragen, die in den Methodenkursen auf Masterniveau aufgeworfen werden, wie auch theoretische Interessen der Studierenden aufgegriffen werden sollen.

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Herbstsemester 2018

Seminar: Analytische Soziologie (Vertretung Prof. Jörg Rössel)

Im Seminar sollen zentrale Fragen der gegenwärtigen analytischen Theoriebildung in der Soziologie behandelt werden. Dabei geht es im Kern um die Erarbeitung von Theorieangeboten, die für empirische Arbeiten im Fach Soziologie geeignet sind. Das Seminar soll daher eine Art Workshopcharakter haben, bei welchem auch theoretische Fragen, die in den Methodenkursen auf Masterniveau aufgeworfen werden, wie auch theoretische Interessen der Studierenden aufgegriffen werden sollen.

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Frühjahrssemester 2018 (Vorlesungen am University College Dublin)

Sociological Analysis and Research Design (SOC10070)

The aim of this module is to introduce students to sociological research practice. It constitutes the foundation for further study of research and methodologies in Sociology and other disciplines. The course provides background regarding the different traditions and key elements of social science research as well as an introduction to the nuts and bolts of quantitative and qualitative methodologies. The course examines an array of specific methods, along with relevant examples of research.

Analytical Sociology (SOC20230)

Analytical sociology is a strategy for understanding the social world. It is concerned with explaining important macro-level facts such as the diffusion of various social practices, patterns of segregation, network structures, typical beliefs, and common ways of acting through the micro-level interactions of individuals. This course covers topics such as the whole and the parts, wisdom of the crowds, social influence, success-breeds-success dynamics, prevalence of norms that nobody wants, contagion of crime, social echo chambers, opinion polarization, segregation dynamics and social networks.

Herbstsemester 2017

Übung: Hoffnung Europa -  Internationale Migration, Flucht, Asyl und Integration

Gegenwärtig erfahren europäische Gesellschaften einen erheblichen Zustrom von Menschen, die aus humanitären, politischen oder wirtschaftlichen Gründen aus ihren Herkunftsländern flüchten. Die Bevölkerungen der Aufnahmeländer schwanken zwischen Solidarität mit den Hilfesuchenden und Ängsten vor „Überfremdung" und dem Verlust nationaler Errungenschaften. In der Übung werden wir uns einerseits mit klassischen Theorien der Migration und Integration beschäftigen, anderseits liegt der Fokus auf den Lebensbedingungen von Asylanten und Flüchtlingen in den Aufnahmeländern und auf den Reaktionen der Aufnahmegesellschaften und der einheimischen Bevölkerung auf die neu Zugezogenen.

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Herbstsemester 2016

Übung: Gelegenheit macht Liebe: Partnerwahl, Partnerschaft und Sozialstruktur

In den Redewendungen „Gleich und gleich gesellt sich gern“ und „Gegensätze ziehen sich an“ werden alltagstheoretische Annahmen zur Partnerwahl deutlich. Welche der konkurrierenden Annahmen der Realität gerecht(er) wird und welche sozialen Mechanismen der Partnerwahl generell zugrunde liegen, werden wir in der Veranstaltung besprechen. Es werden soziologische Theorien und Ansätze zur Partnerwahl vorgestellt und anhand empirischer Studien auf ihre Belastbarkeit untersucht. Zentral ist dabei die Einbettung individueller Entscheidungen in bestehende strukturelle Gegebenheiten. Zudem werden auch neuere Formen von Lebensgemeinschaften in den Blick genommen (z.B. „living apart together“) und allgemein die Konsequenzen der Partnerwahl fokussiert, um zu untersuchen, wie sich die Sozialstruktur durch diese spezielle Form der Interaktion zwischen Individuen formt und damit zur Reproduktion bzw. zum Wandel sozialer Ungleichheit beiträgt.

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Frühjahrssemester 2016

Übung: Fehlerquellen im Prozess der Datenerhebung und Datenauswertung

In der Übung werden mögliche Fehlerquellen bei der Erhebung und Auswertung von Daten für die sozialwissenschaftliche Forschung behandelt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Daten der Umfrageforschung. Die verschiedenen Modi der Datenerhebung werden dabei auf gemeinsame und spezifische Herausforderungen bei der Datenerhebung untersucht. Das reicht von Fragen zur Stichprobenziehung und Ausschöpfung bis zur konkreten Frageformulierung. Wie wirken sich zum Beispiel Merkmale des Befragten (Stimmung, soziale Erwünschtheit), Merkmale der Frage (Frageformulierung, Fragenreihenfolge, Skalenniveau) und Merkmale des Interviewers bzw. der Interviewsituation (Anwesenheit Dritter) auf das Antwortverhalten aus? Das Ziel der Übung besteht darin, sich der Fehlerquellen im Prozess der Datenerhebung bewusst zu werden, Techniken zu erlernen, diese zu vermeiden bzw. zu reduzieren und nicht zuletzt Forschungsergebnisse kritisch reflektieren zu können.

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Herbstsemester 2015

Seminar: "Glaube auf dem Prüfstand: Neuere Erkenntnisse der empirischen Religionssoziologie"

Woran glauben Menschen, worin äußert sich dieser Glaube und welche Konsequenzen hat das für ihre Einstellungen, ihr Handeln und die Gesellschaft, in der sie leben? Welcher Zusammenhang besteht beispielsweise zwischen Religion und Wirtschaft? Max Weber sah in der protestantischen Ethik die ideale Voraussetzung für die Entstehung des Kapitalismus und auch neuere Studien belegen den Einfluss religiöser Praktiken auf arbeitsbezogene Werte und das Wirtschaftswachstum. Der Schwerpunkt der Übung liegt auf dem empirischen Forschungsstand zu aktuellen religionssoziologischen Fragestellungen. In diesem Zusammenhang werden verschiedene Thesen und Ansätze (u.a. Säkularisierungsthese, Individualisierungsthese, ökonomisches Marktmodell, „spirituelle Revolution“) besprochen und anhand vorliegender nationaler sowie international vergleichender Studien auf ihren empirischen Gehalt untersucht. Die Studien werden dabei einerseits inhaltlich, andererseits in Hinblick auf die angewendeten Methoden erörtert und diskutiert.

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Frühjahrssemester 2015

Übung: "Stereotype, Vorurteile und Diskriminierungen: Mögliche Ursachen sozialer Ungleichheit"

Die Übung soll einen Einblick in die sozialwissenschaftliche Forschung zu der Entstehung, der Erhaltung und den Konsequenzen von Stereotypen, Vorurteilen und Diskriminierungen geben. Die Grundlagen hierfür bilden v.a. soziologische und sozialpsychologische Erklärungsansätze und empirische Befunde aus verschiedenen Themenbereichen (u.a. Fremdenfeindlichkeit, Homonegativität, Altersdiskriminierung). Ein weiterer Aspekt der Übung behandelt die Messung von Einstellungen und Diskriminierungen. Was sind angemessene Methoden, um (negative) Einstellungen oder manifeste Diskriminierung zu erfassen? Welche Konsequenzen hat die Art der Erfassung auf die Befunde? Dabei wird immer auch thematisiert, wie sich Einstellungen und Handlungen auf gesellschaftlicher Ebene auswirken und somit zur Entstehung oder Aufrechterhaltung sozialer Ungleichheit beitragen.

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Herbstsemester 2014

Übung: "(Transnationale) Adoptionen und neue Reproduktionstechnologien im Spiegel sozialer Ungleichheit"

Adoptionen und Leihmutterschaften haben in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Oftmals erfolgen diese Prozesse transnational, d.h. nationalstaatliche Grenzen überschreitend, und zumeist von Personen in ökonomisch schwächeren zu Personen in ökonomisch stärkeren Ländern. Dabei treten einerseits soziale Ungleichheiten deutlich zutage, andererseits werden dazu ethische Fragen aufgeworfen. In der Übung sollen zum einen die Entwicklungen von transnationalen Adoptionen und Reproduktionspraktiken in internationaler Perspektive in den Blick genommen werden. Zum anderen werden die lebensweltlichen Perspektiven der Akteure fokussiert: Welche Gründe hat beispielsweise eine Frau in Indien, das „Kind" eines amerikanischen Paares auszutragen? Wie erleben die biologischen Eltern Schwanger- und Elternschaft? Welche Auswirkungen haben die (transnationalen) Reproduktionspraktiken auf die Identität der Kinder? Welchen Stellenwert haben die im Prozess Beteiligten im (späteren) Familienleben? Was für gesellschaftliche Konsequenzen ergeben sich aus den transnationalen „familiären" Verflechtungen? Die alltagspraktischen Erfahrungen der Beteiligten sollen jeweils unter ethischen Gesichtspunkten und mit Blick auf die Familien- und soziale Ungleichheitsforschung thematisiert und diskutiert werden.

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Frühjahrssemester 2013

Übung: "Woran glauben wir (noch)? Einführung in die empirische Religionssoziologie"

Woran glauben wir, worin äussert sich dieser Glaube und welche Konsequenzen hat das für unsere Einstellungen, unser Handeln und die Gesellschaft, in der wir leben? Welcher Zusammenhang besteht beispielsweise zwischen Religion und Wirtschaft? Max Weber sah in der protestantischen Ethik die ideale Voraussetzung für die Entstehung des Kapitalismus und auch neuere Studien belegen den Einfluss religiöser Praktiken auf arbeitsbezogene Werte und das Wirtschaftswachstum. Der Schwerpunkt der Übung liegt auf dem empirischen Forschungsstand zu aktuellen religionssoziologischen Fragestellungen. In diesem Zusammenhang werden verschiedene Thesen und Ansätze (u.a. Säkularisierungsthese, Individualisierungsthese, ökonomisches Marktmodell, „spirituelle Revolution“) besprochen und anhand vorliegender nationaler sowie international vergleichender Studien auf ihren empirischen Gehalt untersucht. Die Studien werden dabei einerseits inhaltlich, andererseits in Hinblick auf die angewendeten Methoden erörtert und diskutiert.

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Herbstsemester 2012

Seminar: "Transnationale soziale Migration" (mit Prof. Dr. Jörg Rössel)

Die Migrationsforschung hat in den vergangenen Jahren zunehmend ihre Perspektive erweitert. Migration wird nicht mehr als einmaliger Akt der Wohnsitzverlagerung betrachtet, an die sich eine Integration in die Aufnahmegesellschaft anschliesst, sondern es wird stärker berücksichtigt, dass Migranten ihre Bindung an ihre Heimatgesellschaft aufrechterhalten, in andere Länder weiterwandern oder auch in ihr Heimatland zurückpendeln oder wandern.

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Frühjahrssemester 2012

Übung: "Erfassung von ethnischen Minderheiten: Konzepte und Konsequenzen"

In der Übung wird thematisiert, welche Vorstellungen und soziologischen Konzepte der Integration oder Exklusion ethnischer Minderheiten zugrunde liegen und wie ethnische Minderheiten – auch in verschiedenen Ländern – gemessen und abgegrenzt werden. In diesem Zusammenhang werden die Vor- und Nachteile der statistischen Erfassung von Minderheiten diskutiert. Sind „Nationalität“ oder „Ethnie“ angemessene Konstrukte, um Unterschiede in der Sozialstruktur zu beschreiben? Dient die Erfassung zum Beispiel der Aufdeckung von Diskriminierung bestimmter Minderheiten oder kann sie im Gegenteil selbst stigmatisierend wirken? Das Ziel der Übung besteht darin, empirische Studien sowie Datenquellen in Bezug auf „blinde Flecken“ zu beleuchten und sich einen verantwortlichen Umgang mit den Ergebnissen der Integrationsforschung zu erarbeiten.

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Herbstsemester 2011

Übung: "Gelegenheit macht Liebe: Partnerwahl und Heiratsmuster"

In den Redewendungen „Gleich und gleich gesellt sich gern“ und „Gegensätze ziehen sich an“ werden alltagstheoretische Annahmen zur Partnerwahl deutlich. Welche der konkurrierenden Annahmen der Realität gerecht(er) wird und welche sozialen Mechanismen der Partnerwahl generell zugrunde liegen, wird Gegenstand der Veranstaltung sein. In der Übung werden soziologische Theorien und Ansätze zur Partnerwahl vorgestellt und in empirischen Studien auf ihre Anwendbarkeit untersucht. Zentral ist dabei die Einbettung individueller Entscheidungen in bestehende strukturelle Gegebenheiten. Zudem werden die Konsequenzen der Partnerwahl fokussiert und damit der Frage nachgegangen, wie sich die Sozialstruktur durch eine spezielle Form der Interaktion zwischen Individuen formt und damit zur Reproduktion bzw. zum Wandel sozialer Ungleichheit beiträgt.

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