Doktorand*in (60%) in Organisationssoziologie

Wie verändert die Digitalisierung Governancestrukturen in Organisationen? Zu den Governancestrukturen gehören Orientierungs-, Selektions-, Motivations- und Kontrollinstrumente in Organisationen wie beispielsweise Art und Anzahl formeller und informeller Treffen, fachlicher Ausbildungshintergrund der Geschäftsleitung, Einsatz von Algorithmen zur Mitarbeiterselektion und -überwachung, oder eingeräumte Flexibilität bei Arbeitszeit und -ort. Das Projekt vermutet starke Unterschiede im Umgang mit der Digitalisierung zwischen Organisationen mit religöser Prägung (beispielsweise Klöstern oder christlich geprägten Organisationen) und solchen mit nicht-religöser Prägung (typischerweise die meisten modernen Organisationen) und möchte u.a. zur Theoriebildung beitragen. Es besteht aus einem qualitativ- und einem quantitativ-empirischen Teil. Für den qualitativ-empirischen Teil ist ein promovierter Theologe mit umfassendem Organisations- und Managementwissen vorgesehen. Für den quantitativ-empirischen Teil ist die ausgeschriebene Stelle vorgesehen.

Sie arbeiten in einem Kernteam bestehend aus Prof. Dr. Katja Rost und Dr. des. Tobias Brügger und einem erweiterten Team bestehend aus interdisziplinären Wissenschaftler*innen des UFSP Digital Religion(s). Ihre Aufgabe ist die Forschung im soziologisch, quantitativ-empirischen Teil. Geplant ist eine Kombination aus (a) Surveyerhebung mit (b) sekundärkodierten historischen Archivdaten.

Sie sind Soziolog*in, Ökonom*in oder Politkwissenschaftler*in und verfügen über solide Kenntnisse in der Organisations-, Governanceforschung und in der Forschung zu technologischem und/oder radikalem Wandel. Zudem bringen Sie sehr gute quantitativ-empirische Kenntnisse mit, beispielsweise über die Analyse grosser Panel-Datensätze, und wollen Ihre vorhandenen (Grund-)kenntnisse in Stata, R und/oder Python ausbauen. Darüber hinaus erwarten wir von Ihnen einen sehr guten Masterab-schluss, ausgezeichnete Kenntnisse in Deutsch und Englisch in Wort und Schrift, ein hohes Mass an Eigenmotivation, die Fähigkeit selbstständig und im Team zu arbeiten sowie internationale und interdisziplinäre Aufgeschlossenheit.

Der Standort Zürich gehört zu den spannendsten Forschungsumfeldern in Europa und bietet Ihnen ideale Startvoraussetzungen für eine akademische Karriere. Am Soziologischen Institut erwartet Sie eine akademisch anspruchsvolle und international ausgerichtete Arbeitsatmosphäre mit überdurchschnittlich viel Freiraum für individuelle Entfaltung und eine engagierte Betreuung mit regelmässigem Feedback. Unsere Arbeitsgruppe bietet Ihnen darüber hinaus interessante Forschungsthemen mit hoher gesellschaftlicher Relevanz und die Möglichkeit für Auslandsaufenthalte und Weiterbildungen. Die Mitarbeit an einem UFSP und der diszplinübergreifende, wissenschaftliche Austausch sind zudem weitere spannende Aspekte der ausgeschriebenen Stelle.

Bitte reichen Sie Ihre Bewerbung ausschliesslich elektronisch in einem einzigen Dokument bis zum 15. November 2020 ein über das Jobportal der UZH https://www.uzh.ch/cmsssl/de/about/work/jobs.html oder an jobs@soziologie.uzh.ch.

Bei Fragen zur Stelle wenden Sie sich bitte an Frau Prof. Dr. Katja Rost (rost@soziologie.uzh.ch).