Forschungsseminar Wirtschaftssoziologie (Teil 1)

Fortpflanzungsmedizin und mitgebrachte wirtschaftssoz. Themen

Katja Rost

Montag, 12:15-13:45, dier erste Sitzung findet online in MS Teams statt; danach treffen wir uns offline sofern keine Bedenken bestehen.

Link zum Vorlesungsverzeichnis

Das Forschungsseminar richtet sich an Masterstudierende des Tracks "Wirtschaftssoziologie".

Das aktuelle Seminar wird sich mit wirtschaftssoziologischen Aspekten der Fortpflanzungsmedizin beschäftigen; trotzdem sind auch Masterstudierende mit bereits vorhandenen wirtschaftssoziologischen Themen eingeladen am Forschungsseminar teilzunehmen.

Das Forschungsseminar ist angebunden den UFSP „H2R: Human Reproduction Reloaded“, in welchen das SUZ über die beiden Lehrstühle Rost und Rössel massgeblich involviert ist. Als Teil der strategischen Ausrichtung der Forschung an der Universität Zürich erforscht der Universitäre Forschungsschwerpunkt (UFSP) "Human Reproduction Reloaded" | H2R acht Jahre lang die sich rasch verändernde medizinische Technologie zur menschlichen Fortpflanzung und ihre soziologischen, gesellschaftlichen, ethischen und rechtlichen Implikationen. Insbesondere versucht dieser interdisziplinäre UFSP, die gesellschaftlichen Auswirkungen und rechtlichen Herausforderungen dieser Technologie zu verstehen und eine Orientierungshilfe zu geben. Darüber hinaus zielt er darauf ab, die Bestrebungen, Grenzen und ethischen Überlegungen der assistierten Reproduktionstechnologien (ART) zu erforschen. Für weitere Informationen zur Themenstellung und Organisation finden Sie hier einen kurzen Überblick des UFSP

Im Seminar werden wir uns mit wirtschaftssoziologischen Fragestellungen der Reproduktionsmedizin näher befassen. Hierzu gehören beispielsweise Veränderungen der Ausbildungs- und Arbeitswelt und der Trend zur späten Elternschaft, Social Freecing als Fringe Benefit in Unternehmen, die Ausnutzung sozialer Ungleichheit und rechtlicher Rahmenbedingungen durch die globalisierte Fortpflanzungsindustrie, die Entstehung globaler Betreuungsketten durch emanzipierte Karriereeltern, die globale Verordnung von Familie durch Trennung sozialer, biologischer und genetischer Elternschaft, konsumsoziologische Aspekte der "Ware" Kind, Gendernormen in Einelternfamilien, homosexuelle Eltern, Postmenopausen-Mütter etc. und Auswirkungen auf Erwerbsmodelle in diesen Familien. Die aktive Einbindung in eine empirische Erhebung ist möglich, weil wir eine (Panel-)Längsschnittstudie innerhalb des UFSP planen und andere empirische Erhebungen wie Citizen Science oder Interviews mitverantworten.


Ansprechperson bei Fragen

Simon Egli

Dr. Malte Döhne