Lehre

WS 21 Soziologische und kulturelle Dimensionen von Palliative Care

HS21: Stirbt es sich heute leichter als früher?

Jeder Sterbeprozess ist individuell und zugleich ist eine gewünschte Individualität auch am Lebensende nur in Abhängigkeit von sozialen Netzwerken möglich. Das muss kein Paradox sein, denn privates Engagement entwickelt die individuelle Versorgung Sterbender sozial weiter. Vor dem Hintergrund der Zunahme chronischer Krankheits- und damit auch langer Sterbeverläufe entstanden Problemstellungen, die gleichzeitig zu einer Neukonzeption der Sterbebegleitung führten. Innerhalb von 14 Sitzungen erhalten die Studierenden Expertenwissen zum sozialen Wandel des Sterbens. Neben der Darstellung sozialer Prozesse während des Sterbens werden ebenso die im Geschichtsverlauf veränderten Umgangsformen mit dem Sterben betrachtet und sozialtheoretisch analysiert. Fragen nach einer Individualisierung, Pluralisierung, Institutionalisierung, Medikalisierung oder Verdrängung des Sterbens sind Gemeinplätze innerhalb von Forschung sowie Medien und werden kritisch hinterfragt.

Die Studierenden werden durch Projektarbeit in die Lage versetzt, in Bezug auf das Sterben in der Gesellschaft soziologische Forschungsfelder zu erschliessen und entdeckte Forschungsfragen zu lösen. Im Seminar erhalten die Studierenden umfassendes Wissen über die Facettenvielfalt soziologischer Fragestellungen zum Sterbeprozess und die Möglichkeiten, diese sozialtheoretisch mithilfe von quantitativen und qualitativen Methoden zu untersuchen. Das Seminar zielt darauf ab, dass die Studierenden aktuelle Forschungsergebnisse auf ihre Erklärungskraft hin überprüfen und eigene Hypothesen entwickeln können.

FS21: Berufsperspektiven von Soziologiestudierenden

Dieses von mir konzipierte Modul bietet unseren Studierenden im BA und MA die Möglichkeit, sich in den vielfältigen Möglichkeiten von Soziolog*innen auf dem Arbeitsmarkt zu orientieren und ihre hochentwickelten Kompetenzen mit den Anforderungen unterschiedlicher Berufsfelder abzugleichen. Die Studierenden entdecken nicht nur, dass sich Ihnen Perspektiven ihrer eigenen Karriereplanung bieten, sondern auch, dass sie als Soziologie-Studierende aufgrund ihres im Studium erlangten Könnens sehr gefragt sind.

Das Fach Soziologie umfasst eine Vielzahl an Themengebieten und Forschungsfeldern wie auch ein breites Spektrum an wissenschaftlichen Methoden. Dementsprechend vielfältig sind die Möglichkeiten der Anwendung der im Studium erworbenen Kenntnisse und Kompetenzen im beruflichen Kontext. Die Lehrveranstaltung soll den Studierenden einen Ein- und Überblick zu den verschiedenen Berufsfeldern und Sektoren geben, in denen Soziologinnen und Soziologen häufig tätig sind. Hierzu laden wir auch ehemalige Studierende unseres Instituts ein, uns ihr Tätigkeitsfeld vorzustellen, aus ihrem beruflichen Alltag zu berichten und uns zu erzählen, wie sich ihr Übergang vom Studium in die Berufstätigkeit gestaltet hat. Hierfür wird den an der Veranstaltung teilnehmenden Studierenden mit dem Konzept des „Career Engagement" ein zentrales Orientierungsinstrument vermittelt, welches sie im Hinblick auf die Berufswahl dabei unterstützt, sich selbst und ihre beruflichen Möglichkeiten kennenzulernen sowie die relevanten Basiskompetenzen für die Stellen- und Praktikasuche anzueignen und ihren eigenen Berufseinstieg zu planen und zu realisieren.

Regelmässige Teilnahme und aktive Mitarbeit in der Lehrveranstaltung werden grundsätzlich vorausgesetzt. Während des Semesters sind ein Stellenmosaik  sowie eigene Bewerbungsunterlagen zu erstellen und auf die Bewerbungsunterlagen von einer/m Mitstudierenden ein Peer-Feedback zu geben. Zudem führen die Studierenden ein informelles Interview mit einer Person aus einem selbst gewählten Berufsfeld vor und berichten in der Lehrveranstaltung darüber.

HS19: Berufsperspektiven von Soziologiestudierenden

FS18: Berufsperspektiven von Soziologiestudierenden

(gemeinsam mit Dr. C. Vorheyer)

FS16: Sterben und Tod als sozialwissenschaftliche Forschungsfelder

(gemeinsam mit Dr. N. Jakoby)

HS15: Interdisziplinäres Forschungsseminar Spiritual Care

(gemeinsam mit Prof. Simon Peng-Keller, Nina Streeck, Dr. Andreas Mauz, Dr. Christoph Ammann)

HS14: Homosexualität in der Gesellschaft

FS14: Gender und Science

HS12: Soziologie des Sterbens

(gemeinsam mit Dr. N. Jakoby)