Lehre
Herbstsemster 2009
Soziale Lage und gesellschaftliche Partizipation
Beschreibung: Soziale Ungleichheit äußert sich nicht nur in objektiv ungleichen Lebensumständen und -chancen, sondern beeinflusst auch die Verhaltensweisen von Individuen nachhaltig. Auch wenn in den letzten Jahren die soziologische Forschungslandschaft zunehmend von einer abnehmenden Bedeutung traditioneller Schichtungsmerkmale für das individuelle Verhalten ausgeht, so zeigen empirische Studien, dass die soziale Lage nach wie vor einen wichtigen Einfluss auf viele Lebensbereiche hat. So kann beispielsweise gezeigt werden, dass das Wahlverhalten lagespezifisch beeinflusst wird und auch die politischen und gesellschaftlichen Partizipationsraten nachhaltig durch die objektive soziale Lage beeinflusst werden und somit nicht von einer vollständigen Entkopplung von klassischen Ungleichheitsmerkmalen und individuellem Verhalten gesprochen werden kann. Vor diesem Hintergrund wird im Rahmen dieser Übung am Beispiel verschiedener Aspekte wie dem Wahlverhalten, der gesellschaftlichen Partizipation und dem Freizeitverhalten der Frage nachgegangen, inwieweit die klassenspezifische Lage an Bedeutung verliert. Dazu wird zunächst ein Einblick in die theoretische Ungleichheitsdebatte geliefert, bevor empirische Studien, die sich mit der Thematik befassen, vorgestellt und diskutiert werden.
Frühjahrssemester 2009
Bildung im Lebensverlauf: eine Einführung in die bildungssoziologischen Grundlagen
Beschreibung: In dieser Veranstaltung werden ausgewählte theoretische Ansätze und wichtige Forschungsarbeiten aus dem Bereich der Bildungssoziologie diskutiert. Dabei stehen folgende Themen im Vordergrund: Bildung als Kapital; Bildung und intergenerationale Reproduktion von Ungleichheit; Bildungsentscheidungen als rationale Wahl; Bildungsexpansion und soziale Ungleichheit in der Schweiz und im internationalen Vergleich; soziale und ethnische Ungleichheiten sowie geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Bildungsbeteiligung zu verschiedenen Zeitpunkten im Bildungs- bzw. Lebensverlauf (Kindergarten, Sekundarstufe I, berufliches Bildungssystem, Hochschule, Weiterbildung).
Frühjahrssemester 2008
Armut und Reichtum: Theorien, Konzepte der Erfassung und methodische Probleme
Beschreibung: Auch in modernen Wohlfahrtsstaaten sind zentrale gesellschaftliche Ressourcen wie Einkommen und Bildung ungleich verteilt. Dadurch ergeben sich Unterschiede in den individuellen Lebenschancen und der Lebensqualität. Dieser Aspekt wird in dieser Veranstaltung sowohl theoretisch als auch empirisch näher betrachtet. Neben den theoretischen Konzepten zur Erklärung von Armut und Reichtum, werden unterschiedliche Messkonzepte vorgestellt und bezüglich ihrer Probleme in der empirischen Forschung diskutiert. Neben den klassischen ressourcenbasierten Armuts- und Reichtumskonzepten werden auch neuere, lebenslagenbasierte Ansätze vorgestellt und diskutiert. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht dabei die Schweiz, wobei zur Einordnung der Befunde auf internationale Vergleichzahlen zurückgegriffen wird.
