Peter-Ulrich Merz-Benz
Das hauptsächliche Arbeits- und Forschungsgebiet von Peter-Ulrich Merz-Benz ist die Soziologische Theorie und Theoriegeschichte, einschliesslich der Ideengeschichte. Den Kernbereich seiner langfristig ausgerichteten Grundlagenforschung bildet die systematische Erschliessung der Werke der soziologischen Klassiker (z.B. der Werke von Ferdinand Tönnies, Max Weber und Georg Simmel, aber auch von Norbert Elias und Helmut Schelsky). "Die Genese der Soziologie aus der Philosophie des Neukantianismus", "Gemeinschaftliche und gesellschaftliche Lebensformen" sowie "Das Konzept der Transkulturalität" bezeichnen weitere Arbeitsbereiche. Die Arbeiten sind sämtlich disziplinübergreifend angelegt und gehören gleichzeitig zum Tätigkeitsgebiet des von Merz-Benz geleiteten "Forums 'Philosophie der Geistes- und Sozialwissenschaften'" am Philosophischen Seminar.
Die Forschung von Merz-Benz wird ausdrücklich bestimmt durch das Bemühen, die gewonnen Ergebnisse in die aktuellen Diskurse in der Soziologie und allgemein in den Geistes- und Sozialwissenschaften einzubringen: als Beitrag zur Erläuterung und Reflexion der Begriffe und Denkfiguren der Gegenwartssoziologie. Zur Zeit konzentriert sich seine Arbeit auf drei Schwerpunkte:
1) Die Entwicklung der Theorie von Gemeinschaft und Gesellschaft von Tönnies über Schmalenbach, Weber, Vierkandt und vor allem Parsons zum Kommunitarismus,
2) die systematische Bedeutung der Begriffe "Poiesis" und "Autopoiesis" für die Gesellschaftstheorie (Castoriadis) und die Systemtheorie (Luhmann), sowie
3) die Explikation der Anti-Soziologie als konsequente Weiterführung der in und mit der soziologischen Theorie seit Anbeginn gegebenen Reflexionsansprüche.
Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite von Peter-Ulrich Merz-Benz.
