Forschungsschwerpunkte Assistenzprofessur für Jugendforschung Skrobanek
Die Forschung der Assistenzprofessur für Jugendforschung konzentriert sich derzeit auf folgende allgemeine Schwerpunkte:
- Prozesse der Integration- und Desintegration im Jugendalter
- Transitionen im Jugendalter
- Evaluation
Der erste Schwerpunkt Prozesse der Integration- und Desintegration im Jugendalter untersucht Ursachen herkunftsbedingter Disparitäten und deren Wirkungen auf die soziokulturelle und ökonomische Integration von Jugendlichen in Peergroups, Schule, Ausbildung und Beruf. Zentral ist hierbei die Verbindung faktischer Disparitäten mit der Situationsdeutung der Jugendlichen, ihren Präferenzen und daraus resultierenden Verhaltensweisen. So werden in diesem Schwerpunkt herkunftsspezifische Muster formeller und informeller Organisation in Jugendgruppen, herkunftsspezifische Deutungsmuster der sozialen Lage der Jugendlichen und von der Situationsdeutung abhängige Strategien produktiver Realitätsverarbeitung erforscht.
Der zweite Schwerpunkt Transitionen im Jugendalter beschäftigt sich in international vergleichender Perspektive mit den Transitionen Jugendlicher von der Schule in Ausbildung und Beruf. Der Fokus liegt insbesondere auf Jugendliche aus den unteren Segmenten des Bildungssystems. Von zentralem Interesse ist hierbei, welche Bedingungen für eine gelingende Integration in den Ausbildungs-und Arbeitsmarkt förderlich bzw. hemmend sind. Untersucht werden Prozesse gelingender oder misslingender Integration von Jugendlichen mit schlechten Startchancen anhand zweier quantitativer Längsschnittstudien.
Der dritte Schwerpunkt Evaluation beschäftigt sich mit Fragen der Evaluation von Ansätzen der Förderung schulischer und beruflicher Integration. Zum einen geht es in diesem Schwerpunkt um die Entwicklung quasi-experimenteller Designs zur Abschätzung von Treatmenteffekten. Zum anderen werden die Effekte unterschiedlicher Ansätze bzw. Strategien zur Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt hinsichtlich ihrer tatsächlichen Erfolge anhand einer quantitativen Längsschnittstudie untersucht.
Alle drei Schwerpunkte berücksichtigen über die Dimension sozialer Herkunft hinaus, dass Mädchen und Jungen und Jugendliche mit unterschiedlichen Migrationsbiografien mit geschlechtsspezifischen bzw. herkunftsspezifischen Chancenstrukturen konfrontiert sind und auch geschlechtsspezifisch bzw. herkunftsspezifisch ausgeprägte Bewältigungsstrategien verfolgen.
Derzeit werden alle empirischen Analysen anhand von Primärdaten durchgeführt.
Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Assistenzprofessur für Jugendforschung Skrobanek
