Forschungsschwerpunkte Lehrstuhl Imhof
Die Forschung am Lehrstuhl Imhof hat ihren Schwerpunkt in der Öffentlichkeits-, Medien- und Kommunikationssoziologie. Das Forschungsinteresse richtet sich darauf,
1. den sozialen Wandel der modernen Gesellschaft durch die systematische Analyse der öffentlichen Kommunikation im synchronen und diachronen Vergleich zu erschließen. Die Forschungsprojekte befassen sich mit der Analyse der Selektion und der Karriere von Themen in Arenen öffentlicher Kommunikation über möglichst lange Zeiträume. Diese Untersuchungen beziehen sich auf den Ursprung von Problematisierungsprozessen sozialer Ordnung und verfolgen Themenkarrieren bis hin zum abgeschlossenen Rechtsetzungsprozess im politischen System. In vergleichender Forschung steht also in Frage, wie Aufmerksamkeit soweit akkumuliert wird, dass das politische System seine Prozessroutinen unterbrechen muss, um sich resonanzintensiven Themen zuzuwenden.
2. den Strukturwandel der Öffentlichkeit und damit die sich wandelnden Bedingungen öffentlicher Kommunikation und ihre Auswirkungen auf die (demokratische) Selbststeuerung zu analysieren. Die Forschungsprojekte konzentrieren sich auf einen wesentlichen Aspekt des sozialen Wandels in Gestalt der insbesondere seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts erfolgten Ausdifferenzierung des Mediensystems vorab aus dem politischen System und der Orientierung der Medien an den Gewinnmaximierungslogiken des ökonomischen Systems.
3. den Wandel von Organisationen und öffentlichen Rollen durch die Analyse von Medialisierungsprozessen zu begreifen. In Anlehnung an die vorangehende Forschungsfrage liegt der Forschungsschwerpunkt hier auf der Analyse der immer mehr voneinander abweichenden Binnen- und Aussenkommunikation von Organisationen, der Auswirkungen der neuen Resonanzbedingungen in der Mediengesellschaft auf die Reputation, die Personalselektion und auf die Struktur von Organisationen.
Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Forschungsbereichs "Öffentlichkeit und Gesellschaft" (foeg).
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