Forschungsprojekte am SUZ

Zwischen Autonomie und Verbundenheit. Junge Erwachsene und ihre Eltern

Das junge Erwachsenenalter ist eine Zeit wichtiger biografischer Entscheidungen und Übergänge. Dabei zeichnet sich eine Wechselwirkung zwischen der Beziehung mit den Eltern und dem biografischem Gelingen ab. Mit Daten der TREE-Studie ("Transitionen von der Erstausbildung ins Erwerbsleben") untersucht dieses Dissertationsprojekt folgende Fragen: Wie eng fühlen sich junge Erwachsene heute mit ihren Eltern verbunden? Welche Rolle spielen dabei der individuelle Lebensverlauf und seine Einbettung in familiäre Strukturen und familiäre Vorgeschichte sowie in den gesellschaftlichen Kontext (z.B. soziale Schicht oder regionale Disparitäten)?

Laufzeit: 2013-2016

Ariane Bertogg (Projektleitung), Prof. Dr. Marc Szydlik

Arbeitnehmervertretungen in der Schweizer Privatwirtschaft

In diesem Projekt werden erstmalig systematische Informationen über die Verbreitung von gewählten betrieblichen Arbeitnehmervertretungen in der Schweizer Privatwirtschaft, ihre Formen und Funktionen sowie über allfällige Veränderungen ihrer Praktiken über die letzten 20 Jahre gesammelt.

Laufzeit: 2015-2018

Prof. Dr. Patrick Ziltener (Projektleitung), Heinz Gabathuler Projekt-Webseite

Transnational Mobiles

Das Forschungsprojekt untersucht die transnationalen Karrieren und Biographien von Menschen, die in mehr als zwei verschiedenen Ländern gelebt haben. Auf Grundlage von autobiographisch-narrativen Interviews werden die Verläufe und Entwicklungen dieser freiwillig weiterziehenden Migrantinnen und Migranten rekonstruiert. Im Zentrum des Forschungsinteresses stehen ihre sozialen Erfahrungshintergründe und Motivationen, die Einstiegswege und Weiterentwicklung ihrer transnationalen Karrieren sowie die damit verbundenen biographischen Gewinne und Schwierigkeiten und Auswirkungen auf ihre Weltsicht und ihr Zugehörigkeitsgefühl.

Projektlaufzeit: 2010-2017

Dr. Claudia Vorheyer

Digital Social Norm Enforcement: Online Firestorms in Social Media

Social media are highly beneficial environments not only for positive but also negative word-of-mouth propagation. In reaction to any questionable statement or behaviour of companies, politicians, and celebrities, social media users can create huge waves of outrage within a few hours (« Shitstorms »). We rely on social norm theory and a dataset of 1,612 online petitions to understand outrage in a social-political online setting. We thereby analyse the role of anonymity for creating online firestorms, and research its dynamics.

Projektlaufzeit: 2013-2017

Katja Rost, Lea Stahel, Bruno S. Frei

Implementierung von Palliative Care in ambulanten Pflegediensten

Ziel des Projekts ist die Organisations- und Personalentwicklung im Bereich der nichtspezialisierten ambulanten Pflegedienste im Bereich der Sterbebegleitung. Das Forschungskonzept beruht in der ersten Stufe auf qualitativen Interviews (Experteninterviews) und einer teilnehmenden Beobachtung in der ambulante Pflege, an die sich in der zweiten Phase eine teilstandardisierte Online-Befragung der MitarbeiterInnen der ambulanten Pflegedienste anschliesst. Die Entscheidungsprozesse der beteiligten Akteure im Sterbeprozess sollen von MitarbeiterInnen von Pflegediensten, ÄrztInnen und anderen im Sterbeprozess eingebundenen Berufsgruppen im ambulanten Bereich analysiert werden.Das Projekt wird in Kooperation mit dem Bildungswerk Aachen – Servicestelle Hospiz, dem Caritasverband für das Bistum Aachen e.V.: Projekt „Würdige Sterbebegleitung“, und dem Caritasverband für die Region Kempen-Viersen e.V. (D) durchgeführt.

Projektlaufzeit: 2015-2017

Michaela Thönnes M.A.  

Die Rolle von Tieren in der Palliativpflege und Hospizbegleitung

Auf der Grundlage einer teilstandardisierten Online-Befragung, die in ambulanten und stationären Institutionen der Palliativversorgung und Sterbebegleitung in Deutschland, Österreich und der Schweiz durchgeführt wurde, werden zentrale Themenfelder wie die Häufigkeit und Art des Einsatzes von Tieren in der Sterbebegleitung, Einstellungen und Erfahrungen zu der Wirkung von Tieren auf Sterbende sowie Problemfelder und Potentiale der tiergestützten Therapie im Ländervergleich analysiert.

Projektlaufzeit: 2015-2017

Michaela Thönnes, M.A., Dr. Nina Jakoby.  

Life-Strategies and Survival Strategies of Households and Individuals in South-East European Societies in the Times of Crisis. SCOPES Research Project.

Im Forschungsprojekt sollen die Veränderungen der sozialen Praktiken von Individuen und Haushalten in Serbien, Bosnien-Herzegowina, Kroatien und Slowenien, die durch die aktuelle Wirtschaftskrise ausgelöst wurden, untersucht werden. Dazu werden die Bewältigungs- und Lebensstrategien der Individuen und Haushalte innerhalb sowie ausserhalb des ökonomischen Feldes identifiziert, beschrieben und klassifiziert. In transnationaler Perspektive beinhaltet dies die Analyse der Unterstützungsleistungen von Personen im Ausland, insbesondere in der Schweiz, an Haushalte der südost-europäischen Länder. 

Laufzeit: 1.5.2014-31.7.2016

Prof. Dr. Jörg Rössel, Patrick Schenk, Predrag Cveticanin, Inga Tomic-Koludrovic, Miran Lavric, Ismet Kumalic