Proseminar Forschung im Frühjahrssemester 2009
Allgemeine Informationen
Zweck und Lernziele
Die Lehrveranstaltung bietet die Möglichkeit, den Leistungsnachweis „Soziologische Fragestellungen: Forschung“ zu erwerben. Dieser ist im Rahmen des BA-Studiengangs für alle Studierenden der Soziologie obligatorisch. Im Rahmen des Lizenziatsstudienganges ist der Besuch im Grundstudium der Soziologie für alle mit Soziologie im Haupt- und ersten Nebenfach obligatorisch.
Im Proseminar wird die Bewegung zwischen Fragestellung, Theorie, Hypothesen und Methodik eingeübt. Dabei wird die thematische Vielfalt soziologischer Forschung aufgezeigt und die Logik der Wissenschaft erfahrbar, indem die Studierenden gleichsam über die Schulter der Forschenden schauen. Das Proseminar findet in wöchentlich wechselndem Turnus im Plenum und in vier kleineren Übungsgruppen statt, der Leistungsnachweis erfolgt durch Referat, Korreferat und ein Lerntagebuch.
Im Plenum erfolgen Präsentationen, in denen das Wechselspiel zwischen Fragestellung, Theorie, Methoden und Empirie am Beispiel der aktuellen Forschung demonstriert wird. Die Methodendiskussion wird sich auf die „Grammatik der Forschung“ konzentrieren und wenig technische Details voraussetzen, die in anderen Lehrveranstaltungen Thema sind. Jeder der einzelnen Präsentationen liegt ein wissenschaftlicher Text zugrunde, der sich vertieft mit der jeweiligen Forschung auseinandersetzt („Pflichttext“). Diese Pflichttexte sind gebündelt in einem Paket zu finden, das die Proseminarstudierenden zum Sonderpreis zu Beginn der Veranstaltung beziehen können.
Die Übungen in den vier kleineren Gruppen begleiten und vertiefen das Proseminar. Die Studierenden erwerben studienrelevante Fähigkeiten, indem sie ihre Auseinandersetzung mit der im Plenum vorgestellten wissenschaftlichen Forschung selbst präsentieren. Dabei werden insbesondere die Literatursuche, die mündliche Wiedergabe von wissenschaftlicher Forschung sowie wissenschaftliche Kritikfähigkeit geübt. Die Übungen werden von Forscherinnen und Forschern geleitet und von je einem Tutor oder Tutorin unterstützt. (Achtung: Die Gruppen haben eine gewisse Autonomie. Absprachen sind für die jeweilige Übungsgruppe verbindlich und können sich von Gruppe zu Gruppe in einigen Punkten unterscheiden).
Die schriftliche Wiedergabe (und insbesondere die wissenschaftliche Darstellung) von Forschungsergebnissen wird in der Form von Lerntagebüchern (LTB) geübt. Das komplette Lerntagebuch stellt die schriftliche Arbeit zur Leistungsüberprüfung dar, mit denen die Proseminarstudierenden ihre Fähigkeit zeigen, wissenschaftliche Texte zusammenzufassen, zu vergleichen und wissenschaftliche Literatur zu suchen.
Bestehenskriterien
- Präsenz: Der regelmässige Besuch der Plenumsveranstaltungen und der Übungen wird für die Erteilung eines Leistungsnachweises vorausgesetzt und überprüft.
- Lerntagebuch: 3-5 Seiten pro Pflichttext, d.h. bei fünf LTB-Einträgen zwischen 15-25 Seiten für das gesamte Lerntagebuch. Schriftliche Vergleiche basierend auf fünf unterschiedlichen, wissenschaftlichen Pflicht- und Vergleichstexten.
- Beteiligung an einem Referat und der Referatsvorbereitung sowie am Korreferat.
- Für Hauptfachstudierende im Lizentiatsstudiengang: Bestehen der Zwischenprüfung.
Termine und Anmeldung
- Modulbuchungen für das Proseminar im BA-Studiengang: ab 19. Januar 2009 bis zum 1. März 2009. Modulstornierungen sind bis zum 15. März 2009 möglich.
- Lizentiatsstudierende füllen bitte den separaten Schein „Anmeldung zum Proseminar soziologische Forschung“ aus und geben diesen bis zum 20. Februar 2009 ab. (Der Schein liegt in der ersten Plenarveranstaltung auf).
Übungsgruppen und Referatsgruppen
- Die Namenslisten für die vier Übungsgruppen zirkulieren in der ersten Plenarveranstaltung. Bitte überprüfen und ergänzen Sie Ihre persönlichen Daten (inkl. E-Mail) und notieren Sie sich insbesondere den Seminarraum, in welchem die Übungen Ihrer Gruppe abgehalten werden. Die Zuteilung zu den Referatsgruppen erfolgt in der ersten Sitzung der Übungsgruppen (24.02.2009).
Lerntagebuch (LTB)
- Sofern in der Übungsgruppe nicht anders abgemacht: verpflichtende Abgabe mindestens eines Lerntagebucheintrags für ein erstes Feedback am 13. März 2009 in elektronischer Form (.pdf, .doc) per E-Mail an die Übungsgruppenleitung und die Tutorin bzw. den Tutor (wir empfehlen dringend, bereits zwei Einträge abzugeben), Feedback um den 30. März 2009 (durch den Tutor bzw. die Tutorin in Absprache mit der Übungsgruppenleitung). Besprechung des Feedbacks mit dem Tutor/der Tutorin ist nach der Plenumsveranstaltung vom 31. März 2009 möglich.
- Abgabetermin des definitiven Lerntagebuchs mit der unterzeichneten Selbständigkeitserklärung: 5. Juni 2009 in elektronischer Form (.pdf, .doc) per E-Mail bzw. per Post an die Übungsgruppenleitung mit Kopie des LTBs an die Tutorin bzw. den Tutor (es werden keine Bestätigungen verschickt). Ist bis zum Abgabetermin kein Lerntagebuch eingereicht worden, so gilt der Leistungsnachweis als nicht bestanden, ausser bei Vorlegung eines ärztlichen Zeugnisses.
- Rückmeldung über das Lerntagebuch erfolgt schriftlich (per E-Mail) in der Woche vom 22. – 26. Juni 2009. Bei zurückgewiesenen LTBs (= nicht bestanden) erfolgt zusätzlich die Aufforderung zur schriftlichen Mitteilung, ob sich der Studierende ab- oder anmelden möchte für eine Überarbeitung des LTBs.
- Zurückgewiesene LTBs können bis zum 20. Juli 2009 überarbeitet werden.
- Für BA/MA Studierende erfolgt die Bekanntgabe ob „bestanden“ oder „nicht bestanden“ Ende August 2009 unter www.students.uzh.ch/record.html.
Zwischenprüfung für Hauptfachstudierende im Lizentiatsstudiengang
Hauptfachstudierende im Lizentiatsstudiengang absolvieren am 26. Mai 2009 ihre Zwischenprüfung. Für sie fällt dafür die letzte Übungssitzung weg. Studierende im Lizentiatsstudiengang werden schriftlich über das Resultat der Zwischenprüfung informiert.
Die Anforderungen im Einzelnen
Referat
- Basis: Plenarvortrag, Pflichttext und Vergleichstext (siehe LTB). Achtung: Vergleichstext muss der Übungsgruppenleitung zur Vorbereitung bis zum Vortag 16h per E-Mail zugesandt (bei nicht elektronisch vorliegenden Texten reicht die bibliographische Referenz) und in einem Exemplar physisch zum Vortrag mitgebracht werden!
- Referatinhalte:
- Wie verhält sich der Vergleichstext zum Pflichttext?
- 3 inhaltliche Punkte, frei ausgewählt aus: wichtige Punkte des Pflichttexts (eher kurz); unverständlich gebliebene oder strittige Punkte im Pflichttext; wichtige Aussagen aus Vergleichstext; wichtige Differenzen zwischen dem Vergleichstext und dem Pflichttext;
- Inputfragen für die Diskussion
- Formale Anforderungen:
- pro Gruppe 20 Minuten Referatszeit
- es wird erwartet, dass das Referat bereits einmal zur Probe vorgetragen wurde (inklusive Zeitmessung!)
- Visualisierung obligatorisch (bei der Visualisierung sollte angegeben werden, wer für welchen Teil des Vortrags verantwortlich ist), technische Fragen (z.B. Stecker für Beamer, etc.) müssen selbständig abgeklärt werden!
- Ein Handout ist wünschenswert
- die restliche Zeit der Lektion dient zur Diskussion. Dafür sollten die Referatsgruppen Diskussionsmaterial vorbereiten.
Korreferat
- Rückmeldung an die Referatsgruppe: formal (Visualisierung, Sprache, Einhaltung der Zeitlimite) und inhaltlich (Darstellung des Pflichttextes, Verständlichkeit der Darstellung des Vergleichstextes, evtl. Diskussionsfragen)
- 3 Minuten
- Gruppen der Korreferenten sind a priori bestimmt und organisieren sich selber
Lerntagebuch (LTB)
- Beispiele:
- Für die 7 Plenarvorträge bzw. 9 Pflichttexte müssen mindestens 5 Einträge à 3-5 Seiten im LTB (1 Dokument) angelegt werden. Die 5 Einträge sind frei wählbar. Schriftgrösse 12, Zeilenabstand 1.5.
- Zusammenfassung der wichtigsten Punkte (Fragestellung, Methode, Ergebnisse) der jeweiligen Pflichttexte.
- Offene Fragen und Kritikpunkte.
- Selbständige Recherche eines wissenschaftlichen Textes (Vergleichstext), der eine ähnliche Thematik behandelt wie der Pflichttext. Der im eigenen Referat verwendete Vergleichstext kann für das Lerntagebuch verwendet werden, die Vergleichstexte anderer Referate sollten nicht übernommen werden.
- Darstellung des Vergleichstextes und strukturierter Vergleich mit dem entsprechenden Pflichttext.
- Formale Darstellung (Literaturzitate, Literaturliste, Titelblatt und Inhaltsverzeichnis) nach wissenschaftlichem Standard.
- Titelblatt mit den Angaben „Lerntagebuch“, der Veranstaltung, der Übungsgruppenleitung, Namen, Anschrift, Matrikelnummer und E-Mail-Adresse des Verfassenden, Datum der Einreichung
Für das LTB werden keine Noten vergeben. Die Entscheidung über die Annahme/Ablehnung wird nach folgenden Bewertungskriterien getroffen:
Achtung: Das Übernehmen von Teilen des Lerntagebuchs ohne Zitierung der Quelle aus dem Internet, einer Publikation oder einem Lerntagebuch anderer Studierender kann als Plagiat gewertet werden und zum Nichtbestehen des Leistungsnachweises führen!
(Siehe auch http://www.lehre.uzh.ch/index/LK-Plagiate-Merkblatt.pdf)
