Soziologisches Institut

Dr. Claudia König: Gesundheitsversorgung und soziale Ungleichheit in der westlichen Welt

Vortrag vom Donnerstag, 19.03.2009
Kurzbiographie

Vortrag vom Donnerstag, 19.03.2009

Abstract:

Der garantierte Zugang zur gesundheitlichen Grundversorgung gilt als eines der fundamentalen und konstituierenden Elemente des modernen Wohlfahrtsstaates. Auf die Fragen allerdings, wie dies heute, bei den aktuell explodierenden Gesundheitskosten finanziert werden kann, und welches die effizienteste Finanzierungs- und Organisationsstruktur ist, konnte bisher noch keine allgemeingültige Antwort gefunden werden. Während die Verfechter des „marktwirtschaftlichen Gesundheitssystems“ (USA) für Selbstverantwortung und Minimalversorgung plädieren, sehen die Befürworter des „staatlichen Gesundheitssystems“ (England) die Lösung in einer möglichst umfassend staatlich finanzierten und administrierten Gesundheitsversorgung. Bei der Diskussion um das beste Arrangement wird als Gesundheitsoutput dabei meist auf die Unterschiede in der Lebenserwartung oder der Sterberaten verwiesen. Diese Präsentation möchte einen Schritt weiter gehen und die Diskussion über die Differenzen zwischen den Wohlfahrtsstaaten um die Dimension der Länderunterschiede bezüglich der bestehenden Chancengleichheit auf eine gute Gesundheit erweitern.

Kurzbiographie

Claudia König, Dr. phil., geb. 1974, ist wissenschaftliche Assistentin und Lehrbeauftragte am Soziologischen Institut der Universität Zürich. Seit November 2008 leitet sie ausserdem die Forschungsgruppe am Institut für Hebammen der ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Sie absolvierte nach ihrer Promotion an der Universität Zürich zum Thema «Gesundheit im Sozialgefüge: soziale Ungleichheit, soziale Rollen und Gesundheit in der Schweiz» an der McGill Universität in Montreal, Kanada ein Postdoc. Dabei befasste sie sich mit dem Effekt der Elternschaft auf die Gesundheit sowie über den generellen Einfluss soziodemographischer, struktureller und institutioneller Rahmenbedingungen auf die Verteilung von Gesundheit in der Bevölkerung. Claudia König ist aktives Mitglied diverser nationaler und internationaler Forschungskomitees mit dem Fokus Hebammenforschung, Gesundheitssoziologie und soziale Ungleichheit.

Weltgesellschaft und Gesellschaftsvergleiche

Farewell Ringveranstaltung

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